Unsere Chronik

Im Jahre 1929 versammelten sich im Gasthaus August Thies 16 junge Männer, um den  MTV Klein Meckelsen  zu gründen.

In den Jahren vor der Vereinsgründung hatten sich die jungen Leute unregelmässig zu sportlichen Wettkämpfen getroffen. Im Vordergrund standen leichtathletische Disziplinen und das Faustballspiel. Während in den umliegenden Dörfern bereits Sportvereine entstanden waren, kam der Gedanke der Vereinsgründung in Klein Meckelsen erst auf, als Heinrich Rugen als landwirtschaftlicher Gehilfe zu Witwe Meyer „Lütens Mutter“ kam. Er war schon in Elsdorf als ein begeisterter Turner aufgefallen. Auch in Klein Meckelsen sollte ein geordneter Turnbetrieb aufgenommen werden.

Zusammen mit Heinrich Viebrock, der aus Freetz als landwirtschaftlicher Gehilfe zum Bauern Hinrich Eckhoff „Pudel Eckhoff“ gekommen war, rief Heinrich Rugen die jungen Leute des Dorfes zusammen.

Der damalige Bürgermeister Johann Ficken „Müllers Bur“ wurde vom Tischler Hinrich Höft über die geplante Vereinsgründung benachrichtigt. Das Protokoll der ersten Versammlung nennt als Vereinsgründer:

Hinrich Tietjen, Heinrich Viebrock, Hinrich Viebrock, Wilhelm Klindworth (Peetz), Heinrich Rugen, Hinrich Höft, Johann Rathjen, Heinrich Meyer, Dietrich Kaiser, August Thies, Johann Mahnken, Hinrich Holst, Wilhelm Tietjen, Georg Wolkenhauer, Wilhelm Ficken, Dietrich Pils.

Im gleichen Jahr wurden dem Protokoll nach folgende Mitglieder in den Turnverein aufgenommen: Heinrich Lühr, Wilhelm Meyer, Heinrich Witz, Heinrich Viets, Johann Ficken, Hans Meyer, Johann Tietjen, Hinrich Pils und Claus Schnackenberg.

Als erste Turngeräte wurden ein Sprunggerät, zwei Matten und ein Sprungbrett angeschafft. Ein Turnabend wurde einmal in der Woche auf dem Saal des Gasthauses Thies festgesetzt.

Die ersten turnerischen Leistungen wurden öffentlich am 13. Oktober 1929 anlässlich eines Stiftungsfestes vorgeführt.

Das erste grosse Turn- und Sportfest hat am 19. Oktober 1930 stattgefunden. Auf den Ausschreibungen standen für die Oberstufe (Männer) 100-m-Lauf, Kugelstossen, Hochsprung, Weitsprung und Ballweitwurf. Für die Unterstufe (Jugend) waren die Disziplinen 100-m-Lauf, Schleuderball und Weitwurf zu erfüllen. Die Schüler beteiligten sich am Schleuderball, Schlagball-Weitwurf und Hochsprung. An diesem Fest haben auch auswärtige Vereine wie Sittensen, Wohnste und Tiste teilgenommen. Der Turnbetrieb machte grosse Fortschritte und so konnte man 1931 ein Turnpferd anschaffen. Im gleichen Jahr nahmen die Turner am Verbandsturnfest in Heeslingen und am Gauturnfest in Vegesack teil.

Der erste Sportplatz entstand am Bahnhof Kuhmühlen, auf dem jährlich die sportlichen Veranstaltungen durchgeführt wurden.

1934 wurden die ersten weiblichen Turnerinnen aufgenommen, vorher war es nur Männern und Jungen gestattet, am turnerischen Treiben teilzunehmen. Bei der Generalversammlung am 26.01.1936 waren laut Protokoll 34 männliche und fünf weibliche Mitglieder anwesend. Auch hat man schon  Gemeinschaftsabende durchgeführt und das erste Theaterstück aufgeführt.

Mit Beginn des Weltkrieges 1939 mussten alle aktiven Sportler über 21 Jahre zu den Waffen greifen. Die Folge war, dass der Turnbetrieb nachließ, die Lücken in den Reihen der Sportler wurden im Laufe der Zeit immer grösser.

1940 wurde in einer neuen Satzung der Vereinsname „Turngemeinschaft Klein Meckelsen“ eingetragen.

Nach 1942 war es in der Turngemeinschaft still, der Turnbetrieb wurde zwar nicht ganz eingestellt, aber vom Vereinsleben war nichts mehr zu hören.

Ein Jahr nach Kriegsende kamen vereinzelt die ersten Sportkameraden aus der Kriegsgefangenschaft zurück und am 8. Mai1946 fand eine Eröffnungsversammlung statt. Der erste Vorsitzende Heinrich Rugen, Kassenwart Hinrich Ficken, Schriftführer Heinrich Klindworth, Sport- und Turnwart Werner Meyer, Frauenwartin Tine Hinrichs und Jugendwart H.Tietjen hatten den Mut, den Turn- und Sportverein aus dem Nichts wieder aufzurichten. Alle Turngeräte waren zum grossen Teil schwer beschädigt. Der Barren hatte keine brauchbaren Holme und das Turnpferd keinen Lederbezug mehr. Beim Stellmacher Großkopf in Tiste wurden 30 Keulen zur Herstellung in Auftrag gegeben. Ein Sprungbrett wurde vom hiesigen Tischlermeister angefertigt. Dann erfolgte am 31.8.1946 das erste sportliche Fest auf dem Saal des Gasthauses Thies. Auf dem Programm standen: Volkstänze, Keulenübungen, Ballübungen und Bodenturnen, anschliessend eine Theateraufführung. Auch der Saal hatte unter der Einwirkung des Krieges und der militärischen Besatzung stark gelitten. Der Turnbetrieb wurde daher eingestellt, somit wurde es wieder still um den TuS.

Neuen Aufschwung gab es ab 1949, als der Schulleiter Richard Alpers das Zepter des Sportvereins in die Hand nahm. 37 Männer und 7 Frauen wurden als neue Mitglieder aufgenommen. Einen Monat später war die Mitgliederzahl auf 63 aktive und passive Sportler angestiegen. Das erste Sommerturnfest nach dem Kriege wurde am 11. September 1949 auf dem neuen Platz (auf der Weide von Heinrich Klindworth) veranstaltet und zahlreiche auswärtige Vereine nahmen daran teil.

1951 bemühte sich der TuS um den Bau einer Turnhalle und bat die Gemeinde um finanzielle Hilfe. Leider fehlten dort aber auch die Mittel, um den Turnhallenbau zu fördern.
!m Oktober 1953 wurde eine Tischtennisabteilung gegründet. Je eine Herrenmannschaft und Jugendmannschaft beteiligten sich 1954 an den Tischtennisspielen in der Kreisklasse Bremervörde.

Auf dem Sommerturnfest am 8. September 1957 hat der Kreissportbundvorsitzende Alfred Rosen die Fahnenweihe in Klein Meckelsen vorgenommen. Der Turn- und Sportverein Klein Meckelsen hat jetzt eine neue Vereinsfahne, die durch Spenden aus der Gemeinde Klein Meckelsen finanziert wurde.

1959 hatte der Sportverein bereits 105 Mitglieder. Der Sportbetrieb weitete sich weiter aus und es wurden zum erstenmal zwei aktive Sportler zu Lehrgängen geschickt, die speziell als Vorturner ausgebildet werden sollten.

Am 9. August 1959, dem 30. Jubiläumsfest, wurden die Gründer des Sportvereins mit einer Urkunde geehrt. Ein Jahr darauf, am 9.Februar 1960, wurde Richard Alpers für seine zehnjährige Tätigkeit als 1. Vorsitzender geehrt.

Anlässlich des Sportfestes im Jahre 1963 wurde dem TuS von der Gemeinde ein Sportplatz übergeben. Er war in mühevoller Arbeit von allen aktiven und passiven Sportlern hergerichtet worden.

Am 13.Januar 1967 legte der langjährige 1. Vorsitzende Richard Alpers nach 18 Jahren sein Amt nieder. Neuer Vorsitzender wurde der stets aktive Sportler Werner Meyer. Mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen errangen sie das Familiensportabzeichen. Als Anerkennung seiner langjährigen Zugehörigkeit zum Verein und seines Wirkens, wurde ihm 1976 die Ehrennadel in Gold verliehen, 1995 wurde er für über 60 Jahre Vereinszugehörigkeit mit einer Urkunde geehrt.

1967 wurde die Turnhalle an der Mittelpunktschule gebaut. Es war wohl der Meilenstein für die Weiterentwicklung des TuS überhaupt. Der Bau schaffte die Voraussetzung, neue Gruppen ins Leben zu rufen. Es entstanden je eine Turnriege für Männer und Frauen, eine Tanz- und Gymnastikgruppe für Frauen und eine Schülergruppe für Geräte- und Bodenturnen.

1967 wurde wieder eine Tischtennisabteilung eingerichtet. Hauptinitiator und erster Spartenleiter war Carl-Heinz Dreyer.

1969 wurde der ITTC gegründet, die Tischtennis-Spielgemeinschaft zwischen dem SV Ippensen und dem TuS Klein Meckelsen.

1970 wurde der Sportverein ins Sportregister eingetragen und nennt sich seitdem „Turn- und Sportverein Klein Meckelsen e.V.“

Ein Höhepunkt war das Kreis-Kinder-Turn- und -Sportfest  am 4. Juli 1971 in Klein Meckelsen mit 1700 aktiven Sportlern. Mit diesem Fest wuchs der Verein über sich hinaus.

1972 hatte der Verein 200 Mitglieder, und die Leistungen der aktiven Sportler wurden immer grösser. Der Volkslauf wurde eingeführt und laufend erfolgreich durchgeführt bis zum Jahr 1984.

Ausser den alljährlichen Sommerfesten wurde 1973 zum zweitenmal das Kreiskinder-Turn- und -Sportfest mit 1640 aktiven Sportlern veranstaltet. Die sportlichen Erfolge rissen nicht ab, und so konnte Marianne Aldag als zweite Sportlerin des Kreises Bremervörde das goldene Sportabzeichen erringen.

1975 fand das 29. Kreis-Turn- und –Sportfest in Klein Meckelsen statt. 2200 aktive Sportler aus 60 Vereinen des Kreissportbundes Bremervörde nahmen an diesem Fest teil. Zu diesem grossen einmaligen Fest hat der TuS Klein Meckelsen alles auf die Beine gestellt und brachte es fertig, ein massives Gerätehaus mit Sprechstand und die erste im Landkreis befindliche Sprunggrube mit einer Rabkorn-Anlaufbahn  zu erstellen. Die Anzahl der Vereinsmitglieder betrug 250.

Die genannten Grossereignisse in den vergangenen 70er Jahren haben sich auch im vereinsinternen Breitensport  bemerkbar gemacht. Und die Anzahl der Vereinsmitglieder wuchs unaufhörlich, nicht zuletzt wegen des unermüdlichen Einsatzes durch Uli Studt für die Abteilungen Geräteturnen und Leichtathletik.

1975 trat Magret Kogge-Martens in unseren Verein ein und begann sofort mit dem Aufbau von Gymnastikgruppen. Von diesem Zeitpunkt an hatte der TuS ein neues Standbein, das von Magret bis zum heutigen Zeitpunkt laufend ausgebaut wurde und wird. Der laufende Rückgang in der Leichtathletikabteilung in den späteren Jahren wurde dadurch mehr als kompensiert. 1975, verbunden mit Magret Kogge-Martens, war damit die Geburtsstunde des heutigen Erfolgs des TuS.

1976 löste Wilhelm Rathjen den bis dahin amtierenden 1.Vorsitzenden Werner Meyer ab. Als Anerkennung für seine geleistete Arbeit für den Turn- und Sportverein wurde Werner Meyer zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit ernannt.

Wegen der positiven Erfahrungen, die der KSB 1975 mit dem TuS Klein Meckelsen gemacht hatte, wurde der TuS 1978 mit der Ausrichtung der letzten Kreisolympiade im Altkreis Bremervörde betraut.

1979 gründete Hermann Holst die Sparte Volleyball.

Bei der Generalversammlung 1988 wurde Walter Lange zum 1. Vorsitzenden des TuS Klein Meckelsen gewählt. Er löste Wilhelm Rathjen nach 12jähriger Tätigkeit als Vorstandsvorsitzenden ab.

Anfang 1989 wurde die Sparte Tennis als wirtschaftlich selbständige Abteilung gegründet. Abteilungsleiter wurde der Hauptinitiator für die Neugründung:  Gerhard Klindworth. Bereits im Oktober wurde mit dem Bau von 2 Tennisplätzen und einem kleinen Clubhaus begonnen.

Vom 30.06. bis 02.07.1989 führte der TuS das 43. Kreiskinderturn-und- Sportfest des KSB Rotenburg durch.

1990 wurden die Tennisplätze und das Clubhaus eingeweiht.

1991 hatte der Verein 500 Mitglieder.

1996 wurde der 3. Tennisplatz gebaut.

Aufgrund der vielseitigen neuen sportlichen Angebote, nicht zuletzt im Bereich Gesundheit, stieg die Mitgliederzahl weiter ständig an. Schon 1997 konnte daher das 600. Mitglied begrüsst werden.

Aus beruflichen Gründen legte Walter Lange nach 3 Wahlperioden im Jahre 1997 sein Amt als 1. Vorsitzender nieder und wurde von Axel Müller abgelöst. Walter Lange wurde auf der Generalversammlung 1997 zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit ernannt.

1998 erhielt der TuS Klein Meckelsen zum 1. Mal die Auszeichnung „Pluspunkt Gesundheit DTB“  für ihr Angebot “Präventive Wirbelsäulengymnastik”, geleitet von Magret Kogge-Martens.

1999 wurde das Beachvolleyballfeld auf dem Schulgelände eingeweiht. Es dient den Volleyballern zur Überbrückung der langen Trainingspause in den Sommer- ferien. Es steht aber auch anderen Gruppen und Interessierten aus Klein Meckelsen zur Verfügung.

Nach nur einer Wahlperiode stellte Axel Müller, der sich inzwischen beruflich selbständig gemacht hatte, im Jahr 2000 sein Amt zur Verfügung. Als Nachfolger wurde Hermann Bachmann auf der Generalversammlung im Februar 2000 gewählt. Im Mai 2000 konnten wir mit Patrick Behrens das 700. Mitglied begrüssen, am Ende des Jahres hatten wir 741 Mitglieder.

Im Jahre 2001 stieg die Mitgliederzahl auf 761. Ernst Aldag, Gerhard Meyer und Eugen Schmeichel wurden aufgrund ihrer langjährigen Verdienste für den Verein zu Ehrenmitgliedern auf Lebenszeit ernannt.

Im Jahre 2002 hatten wir 786 Mitglieder. Im September dieses Jahres mieteten wir den ehemaligen Laden von Margrit Klintworth an, um dort für uns einen Clubraum herzurichten. Der Raum kann für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden, u.z. für Übungen, die nicht unbedingt in der Turnhalle stattfinden müssen, für Schulungen und natürlich zur allgemeinen Kommunikation, damit unsere Mitglieder eine Chance haben, sich besser kennen und verstehen zu lernen. In diesem Jahre  erhielt unser Verein  zum 3.Mal die Auszeichnung „Pluspunkt Gesundheit.DTB“. Besonders ausgezeichnet wurden darin Heiko Müller, Ulrike Rathjen und natürlich Magret Kogge-Martens für ihre Angebote im Gesundheits- sport.

Am 2.5.2003 wurde die Leichtathletikabteilung auf Initiative von Gerd Hauschild, Katja Hensel und Martina Pils-Vajen neu gegründet.  Danach überstieg unsere Mitgliederzahl erstmalig 800.

Im Jahre 2004 begingen wir unser 75-jähriges Jubiläum mit einer Festwoche vom 3.9.04 - 12.9.04. In dieser Woche haben alle Abteilungen die Chance ergriffen, um sich vorzustellen.  Im Rahmen dieser Feierlichkeiten wurde erstmalig nach 15 Jahren Pause wieder ein Leichtathletiksportfest veranstaltet, kombiniert mit einem Erlebniswandernachmittag. Es war so erfolgreich, daß man sich sofort entschloß, es zu wiederholen.

Im Jahre 2005 wurde erstmalig zusätzlich zum Turnfest der Wiesenlauf veranstaltet. Es wurde beschlossen, ihn im nächsten Jahr zu wiederholen.

Im Jahre 2006 erhielt unser Verein zum 5.Mal die Auszeichnung “Pluspunkt Gesundheit.DTB”, und es wurden erstmalig wieder Sportabzeichen verliehen. Im März wurde anläßlich der Fußball-Weltmeisterschaft die Sparte “Tischfußball” von Michael Wittkuhn gegründet. Im Juni hatten wir bereits 3 Turnierkicker für das Training zur Verfügung.

Im Jahre 2008 erhielten wir zum 7. Mal die Auszeichnung “Pluspunkt Gesundheit.DTB”

Im Jahre 2009 wurde Magret Kogge-Martens zur 1. Vorsitzenden gewählt.

Am 18.Juli  wurde anläßlich unseres 80-jährigen Bestehens die Leichtathletiklaufbahn eingeweiht. Zur 5. Wiederholung unseres Wiesenlaufes wurde eine neue DLV-vermessene 10000m-Strecke festgelegt. Damit sind auch hier die erzielten Ergebnisse  bestenlistenfähig.

Im Jahre 2010 wurde Hermann Bachmann auf der Jahreshauptversammlung zum Ehrenvorsitzenden gewählt.